Putzinstitut /
Reinigungsinstitut
Nr. 10, 2.3.2004 
«Ich putze leidenschaftlich gerne», sagt Ursi Montico aus Birmensdorf ZH,
«und bereits früher habe ich neben dem eigenen Haushalt Hauswartungen und
Putzaufträge übernommen.»
Seit Januar betreibt sie nun ihr eigenes Geschäft: Ursi Montico's
Putztüüfeli. «Ich organisiere die Putzfrauen, sorge für Unfallversicherung,
AHV und so weiter und helfe natürlich bei der Reinigung», erzählt sie.
Über einen Mangel an Aufträgen kann sie sich nicht beklagen, denn kaum
war ihre Website aufgeschaltet, lief das Geschäft. Das freut sie natürlich,
aber noch schöner wäre es für sie, wenn die Arbeit von Putzfrauen mehr
geschätzt würde.
Ursi Montico: «Putzen ist enorm aufwendig, manchmal richtige
Knochenarbeit, und trotzdem ist es relativ schlecht bezahlt - und Putzfrauen
haben ein denkbar schlechtes Image.» Dabei seien doch viele Leute noch so
froh, wenn sie beim Heimkommen die Wohnung sauber vorfänden oder wenn sie
sich nicht um die Wohnungsabnahme kümmern müssten.
«Wenn man gute Arbeit leistet und dafür gut bezahlt wird, dann sind doch
alle zufrieden», meint Montico, die darauf achtet, dass auch mit
biologischen Reinigungsmitteln gearbeitet wird.
Ihr nächstes Ziel ist klar: «Ich möchte mein Geschäft so weit ausbauen,
dass ich mich hauptsächlich um Aufträge, Organisation von Personal und
Bürokram kümmern kann. Putzen werde ich dann nicht mehr, nur noch
kontrollieren, dass alles richtig gemacht ist.»
In einem Jahr soll es so weit sein - und das ist der Mutter von vier
Kindern, die in ihrer Freizeit unter anderem Volleyball spielt und demnächst
den Fussballschiedsrichterkurs absolviert, durchaus zuzutrauen.